Lesetag Nr. 3 – Grauburgunder (Vorlese): 07.September 2011

Nein, gemeinsame Lektüre ist mit Vorlese nicht gemeint, so viel dürfte klar sein. Doch warum lesen wir einen Teil der Trauben in einem Rebstück, in dem wir zu einem späteren Termin dann noch einmal einen Arbeitstag verbringen werden? Ist das nicht zeitaufwendig und unökonomisch? Solcherlei Fragen könnten sich aufdrängen. Sie sind jedoch leicht zu klären.
Als Weingut, das sich ganz klar den Zielen qualitativ erstklassiger Weine und umweltschonender Produktion verschrieben hat, können wir weder (teilweise) faules, ungesundes Lesegut einholen, noch verwenden wir Fungizide. Es ist also enorm wichtig, dass wir genau „auf Punkt“ herbsten und das macht heute bei einem Grauburgunderstück eben notwendig, dass wir einige Trauben herausnehmen, dort wo beginnende Fäulnis sich am wahrscheinlichsten scheint. Auf diese Art haben wir zum einen einen etwas leichteren Most im Keller, für die erfrischenden und leichteren Weine und können zum anderen für unsere lagerfähigen und korpulenten Kronjuwelenweine diejenigen Trauben hängen lassen, denen wir noch eine gewisse Reifezeit zugestehen möchten (und können).
Das Rebstück in dem wir heute unser Tagwerk verbringen hat wegen seiner enorm langen Zeilen zwar einen etwas demotivierenden Charakter (davon zeugt das Foto), dafür lohnt der Ausblick auf den Südschwarzwald, sobald man sich die Zeile hinaufgearbeitet hat (davon wird demnächst ein Foto zeugen, wir können ja nicht gleich das ganze Pulver verschießen!).
Es wird noch eine Hauptlese geben. Wir werden berichten!


Um die Einhaltung der niedrigen Temperaturen bei der Kaltpressung des Bio-Traubenkernöls garantieren zu können wurde ein spezielle Ölmühle entwickelt, deren Presskopf mit Hilfe eines Durchlaufkühlers mit kaltem Wasserstrom unter die gewünschten Maximal-Temperatur gekühlt wird. 
Auch unser Bio-Traubenkernmehl enthält den antioxidativen Wirkstoff OPC (oligomere Proanthocyanidine). Es gilt als starkes und lange wirksames Antioxidans, in dem es freie Sauerstoff Radikale neutralisieren kann. Die antioxidative Wirkung von OPC ist deutlich stärker als die von Vitamin E und Vitamin C.




