Mitgeteiler Genuss

Weingenuss

Guter Wein wird selten im stillen Kämmerlein genossen, sondern meist in geselliger Runde.

Daher spielt die Beschreibung von Wein, die Kommunikation seiner geruchlichen und geschmacklichen Eigenschaften eine große Rolle. Umso bedauernswerter ist die Tatsache, dass viele Laien die Weinansprache der Fachleute nicht nachvollziehen können, als “weinlatein” abkanzeln und sich lieber einem unkomplizierten Getränk zuwenden.

Dabei kann es so einfach sein, zu beschreiben, was wir tatsächlich wahrnehmen: den Duft von Pfirsich, das Aroma einer Rosenblüte oder den Geruch von Honig. Wer hingegen Weine als elegant, rassig, nervig oder stahlig anspricht, läuft immer Gefahr, missverstanden zu werden.

Denn nicht jeder versteht dasselbe unter Eleganz oder Rasse, und vielen Laien ist unerklärlich, was Stahl oder Nerven überhaupt mit Wein zu tun haben. Dies kann bei der Beschreibung anhand von bekannten Früchten, Gewürzen, Blumen, Kräutern oder Nüssen nicht passieren, da der Geruch einer Aprikose oder Ananas jedem bekannt ist, ebenso der von Vanille oder Flieder.

Folgt man dieser Art von Weinansprache wird jeder Weintrinker zum kompetenten Fachmann, er beherrscht dasselbe Vokabular wie die Spezialisten und kann von Anfang an mitreden.

Den Zugang zu dieser Weinansprache kann man sich erleichtern in dem man den Geruchseindruck erst grob zuordnet (z.B. fruchtig, oder etwa würzig, oder blumig) und sich dann im zweiten Schritt auf die konkrete “Suche” begibt: Ist der dominante Dufteindruck ein fruchtiger, können wir noch präziser den Wein beschreiben, wenn wir herausfinden ob dies nun Aprikose oder Pfirsich, oder ob der Geruch grüne oder aber reife Äpfel erinnert.

Die Aromen, die nur in deutschen Weinen zu finden sind haben wir unter “Weinaromagruppen” ausgeführt.

Hilfreich ist auch das standardisierte System des Weinaromarades. Dies finden Sie auch auf der Seite “Weinaromagruppen”.