Bio-Weinbau spezial

Im Einklang mit der Natur zum Spitzenwein

Trauben

Immer wieder werden wir gefragt, wie wir den biologischen Anbau der Weinreben im Detail umsetzen. Und natürlich stellt sich die entscheidende Folgefrage: Wie wirkt sich dieser Anbau auf die Trauben und schließlich auf den Wein und den Weingeschmack aus?

Auf den folgenden Seiten erläutern wir ausführlich die Arbeit in unseren Weinbergen.
Die Pflege des Bodens ist die Grundlage für die Gesundheit und Qualität der Reben und Trauben. Diesem Themenbereich Boden & Bodenpflege haben wir deswegen viel Raum gegeben im Kapitel Bodenpflege.

Das ECOVIN-Zeichen

Unsere konkreten Pflanzenpflegemaßnahmen und der Umgang mit Krankheiten und Schädlingen im Weinberg sind selbstverständlich auch detailliert erläutert, im Kapitel Pflanzenpflege.
Nach ersten Versuchen bereits in den Anfangsjahren bei der Umstellung auf den ökologischen Weinbau werden seit dem Jahrgang 2004 alle Flächen des Weingutes biologisch dynamisch bewirtschaftet. Mehr Wissenswertes über dieses Thema finden Sie ebenfalls im Kapitel Pflanzenpflege.

Das gesunde “System Weinberg”

Pflanzen

Die Gesundheit des geschilderten “Pflanzen-Boden-Organismus” hängt nun von wahrhaftig vielen Faktoren ab. Wir müssen das ganze System Weinberg betrachten, wenn wir nach den Möglichkeiten zur Gesunderhaltung der Rebe suchen.

So wie der Rebe pentagonal ist (5-zählig) finden wir 5 Hauptaspekte, die das Gesundheitssystem der Weinstöcke beeinflussen:

1. Das Klima

Durchlüftung und Belichtung

• Klima der Region und des Anbaustandortes
• jeweilige Jahreswitterung
• Kleinklima im Rebbestand, das auch etwas gesteuert werden kann
• Durchlüftung und Belichtung der Reben

Durchlüftung und Belichtung

2. Der Weinberg im Agrar-Ökosystem (das Umfeld!)

Vogelschutz

• Hecken, Feldgehölze, Raine im Umfeld, die für das ökologische Gleichgewicht große Bedeutung haben
• blühende Begrünungen bzw. Unterwuchs (Lebensraum und Nahrung für die Nützlinge)
• Nistkästen für Nutzvögel
• Kleiner (Obst-)Baumbestand in den Weinbergen selbst

3. Die Kulturmaßnahmen

Rebarbeiten

• richtige Sortenwahl
• Erziehungsform, Standraum, Ausrichtung der Rebzeilen (dadurch wird das Bestandsklima, d.h. das Mikroklima stark beeinflusst)
• regelmäßige und gründliche Laubarbeiten
• die gesunde Ernährung der Reben (siehe auch 4. Boden)
• Einsatz von Pflanzenpflege- bzw. Pflanzenstärkungsmitteln
• biotechnische, homöopathische und biodynamische Verfahren

4. Der Boden

• Bodenfruchtbarkeit
• Bodengare

Bodengare

• Bodenbearbeitung
• Begrünungsmaßnahmen

Phacelia

• Düngung
• harmonische und vielseitige “Vollwert”-Ernährung der Rebstöcke

5. Der Winzer

Rebberg

• Beobachtung der Reben, des Bodens, der Witterung, des Klimas
• Kontrolle von Nützlings- wie Schädlingsdynamik
• Erfassung von Beobachtungs- und Messdaten, daraus resultiert die Möglichkeit der Prognose (z.B. Peronospora-Prognoseverfahren)
• Entscheidung und Durchführung der richtigen Maßnahmen zur rechten Zeit