Traubensorten

Rebsorten

“Burgunder”-Weingut

Aus Tradition haben die Burgundersorten, Blauer Spätburgunder, Grauer- und Weißer Burgunder, im Weingut Zähringer die größte Bedeutung. Bereits um die Jahrhundertwende war der Heitersheimer Rotwein aus dem Hause Zähringer über die Grenzen hinweg renommiert.

In den letzten Jahren hat Wolfgang Zähringer den Anbau der Sorten der Pinot-Familie weiter forciert: allen voran den Spätburgunder, dann aber auch die “weißen” Grau- und Weißburgunder sowie Chardonnay. Aus jahrzehntelanger Erfahrung wissen wir, dass sich diese Reben für unsere kleinklimatischen Verhältnisse und spezifischen Bodenverhältnisse (in Heitersheim vorherrschend Löss-Lehmböden) bestens eignen. Darüber hinaus verfügt diese Sortengruppe über ein hervorragendes Qualitätspotential und bietet damit die Vorraussetzung für große Weine.

Nicht zuletzt schätzen wir seit der Umstellung auf den ökologischen Weinbau den robusten Wuchs und die relativ hohen Widerstandskräfte der Pinot-Sorten.

Der Rebsortenspiegel des Weingutes zeigt deutlich diese Sortengewichtung:

Rotweine

Spätburgunder 40%
übrige Rotweinsorten (Frühburgunder, Regent u.a.) 12%
Summe Rotweinsorten 52%

Weißweine

Gutedel 12%
Grauburgunder 10%
Weißburgunder 11%
Chardonnay 8%
übrige Weißweinsorten 7%
Summe Weißweinsorten 48%
Summe “Burgundersorten” 70%

Der Spätburgunder besitzt außerordentlich vielseitiges Potential: Wir bereiten daraus vorwiegend Rotweine unterschiedlicher Qualitäten bis hin zu hochwertigen Barrique-Weinen. Er stellt jedoch auch die Grundlage für unsere Weißherbste/Rosé-Weine und eignet sich zur Sektbereitung. Grauburgunder wie Weißburgunder weisen ähnliche Vielseitigkeit auf: je nach Qualität der Trauben und Vinifizierung vom Qualitätswein, stoffig und fruchtig, bis zur edelsüßen Auslese oder Beerenauslese, mit oder ohne Barrique-Lagerung. Darüber hinaus gehören sie zum Sortiment unserer Vierlig-Sekte. Der Chardonnay gewinnt zunehmende Bedeutung: mit seinem fruchtigen, stärker aromatischem Charakter erweitert er das Spektrum der Burgunderfamilie.

Bei den Weißweinsorten widmen wir uns selbstverständlich auch dem Gutedel: als Markgräfler Spezialität mit seinem einmaligen feinen, zarten und manchmal frechen Charakter. Als eine der ältesten Rebsorten gibt es vom Gutedel verschiedene Varietäten: wir unterscheiden u.a. den “weißen”, “gelben” und “roten” Gutedel-Typ. Diese verschiedenen Typen haben wir im “gemischten Satz” gepflanzt, um unseren Gutedelweinen möglichst große Komplexität zu geben.

Der Müller-Thurgau, der zu recht längst auch als Klassiker gilt, überrascht auf unseren tiefgründigen und gut wasserversorgten Böden mit sehr viel Feinheit: Das Bukett entwickelt sich hier im Markgräflerland nicht breit, sondern eher fein und fruchtig, mit dezenten Muskatnoten.

Als Raritäten pflegen wir insbesondere Frühburgunder bei den roten und Gewürztraminer, Muskateller und Sauvignon Blanc bei den weißen Sorten. Sehr alte Rebsorten, die nur geringe Erträge und dafür höchste Qualitäten liefern. Als „Aroma“-Sorten ergänzen Gewürztraminer, Sauvignon & Muskateller ganz hervorragend unsere Kollektion.

Kleine Flächen in den besten Lagen haben wir in den letzten Jahren mit den Klassikern Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc bestockt.

Experimentellen Charakter hat für uns der Anbau neuer Rebsorten, insbesondere Sorten, die hohe Widerstandskräfte gegenüber den Mehltaupilzen aufweisen und sich für den biologischen Anbau in besonderer Weise eignen.

Der weiße Johanniter, der unter seine Vorfahren neben amerikanischen Wildrebenarten den Riesling und den Ruländer (Grauburgunder) zählt, zeigt im Wein seine Abstammung: die Fruchtigkeit des Rieslings verbindet sich mit der Fülle und dem Körper des Grauen Burgunders.

Ebenfalls resistent gegen die Mehltaupilzkrankheiten ist die Sorte Regent. Diese Rebzüchtung überrascht neben seiner tiefen Farbe vor allem durch ganz andere Fruchtaromen, als wir sie vom Burgunder her kennen.

Ganz neu sind drei weitere Neuzüchtungen mit Cabernet Sauvignon als Kreuzungspartner: Cabernet Cortis, Cabernet Carol und Cabernet Carbon sind Züchtungen des Staatlichen Weinbauinstitutes Freiburg. Sie verbinden hohe Resistenz mit ausgeprägtem Cabernet-Charakter.