Sauvignon Blanc
Synonyme:
Die zahlreichen Synonyme benennen zum Teil auch andere Spielarten und Sorten. Dies sind Blanc Doux, Blanc Fumé, Douce Blanche, Feigentraube, Fié, Gros Sauvignon, Libournais, Muskat-Silvaner, Sauvignon jaune, Quinechon, Muskatni Silvanec, Champagne, Sciampagna, Pinot Mestny Bely
Verbreitung
Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay
In Deutschland war der Anbau lange Zeit nicht erlaubt. Nach ersten Ausnahmegenehmigungen in den achtziger Jahren darf die Rebsorte heute bundesweit angebaut werden. In wachsendem Maße setzen Winzer in den Anbaugebieten Baden, Pfalz, Rheinhessen und Württemberg auf die Rebsorte.
Die europäische Heimat der Rebsorte ist das französische Loiretal, Sancerre und Pouilly-Fumé sind die großen Namen. Sauvignon ist auch in Bordeaux vor allem in der Bordeaux-Appellation Entre-deux-mers bedeutend und in vielen anderen Bereichen Europas, wie in Italien im Veneto und Friaul, in Slowenien (Vipava), aber auch in Spanien (Rueda), Serbien, Kroatien, Ungarn und den meisten anderen osteuropäischen Staaten.
Ihr hauptsächliches Verbreitungszentrum ist im Südwesten Frankreichs, wo sie im Jahre 1710 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Auch an der Loire, in der Westschweiz und im Südosten Frankreichs wird sie angebaut. Eine Legende über König Heinrich IV. (1553-1610) könnte auf das Alter der Rebe hindeuten. Unmittelbar nach seiner Geburt soll ihm sein Großvater die Lippen mit einer Knoblauchzehe eingerieben und einen Schluck Sauvignon Blanc eingeflößt haben. Dies machte angeblich den König zum späteren, großen Weingenießer.
In Österreich ist sie speziell in der Steiermark bedeutend. Für den deutschen Weinanbau spielt sie mengenmäßig noch keine große Rolle, wird aber zunehmend und erfolgreich von rund 250 Erzeugern, unter ihnen auch bekannte Weingüter, in allen deutschen Anbaugebieten mit Ausnahme von Sachsen, Mittelrhein und Ahr kultiviert. Die größten Anbauflächen befanden sich 2004 in der Pfalz (61 ha), Baden (31 ha) und Rheinhessen (24 ha). Der nördlichste deutsche Weinberg mit Sauvignon blanc befindet sich in Brandenburg in der Lage Wachtelbergin Werder.
In Südwestfrankreich bei Bordeaux ist sie im Gebiet von Sauternes meist der kleinere Verschnitt-Partner in einer Cuvée mit dem Sémillon zur Erzeugung von hochklassigen Süßweinen.
Der Name Blanc Fume ist in Kalifornien gebräuchlich. Dort wird er manchmal in Eiche ausgebaut, was ihm eher den Charakter tropischer Früchte verleiht. In Neuseeland sind seine Weine - besonders die aus Marlborough, wobei der Cloudy Bay schon zum Kultwein geworden ist - inzwischen zum klassischen Typ aufgerückt, dem die australischen Versionen nur manchmal nahekommen können. Auch in Chile (in der Region Casablanca), Argentinien und in Südafrika wird Sauvignon Blanc zunehmend erfolgreich angebaut.
Herkunft
Abstammung unbekannt, sehr alte Rebsorte aus Bordeaux
Charakterisierung des Weines
Farbe: blasses Strohgelb bis mittleres Goldgelb, Aromen: vor allem schwarze Johannisbeere, Stachelbeere, Grapefruit, Ananas, Rhabarber, Kräuter. Geschmack: charakteristisch ist die oft ausgeprägte Johannisbeer-Aromatik, gepaart mit ansprechender Säure, leichter bis mittlerer Körper,
Sortenrein ergibt sie einen frischen Wein mit eigenwilligen, pikanten Johannis- und Stachelbeeraromen, häufig auch „grünen“ Noten (frisch gemähtes Gras), und einem unnachahmlichen Mineralton.
Speisenempfehlung
zarter Seefisch, Schalentiere, Kalb, Geflügel, Frischkäse, Edelsüß als Aperitif oder zum Dessert.
