Weißburgunder

WeißburgunderSynonyme:
Pinot Blanc, Pinot de Champagne, (Frankreich), Auvernat Franco, Pinot Bianco (Italien) Feherburgundi (Ungarn), Rulandsky Bile, Roci Bile (Tschechische Republik)

Verbreitung:
In Deutschland vorwiegend in Baden, auch in der Pfalz, Rheinhessen, Nahe, Saale Unstrut und Sachsen. In Frankreich ausschließlich in Chablis, auch im Elsaß, im Burgund, in Österreich, Tschechien, Slowenien, Norditalien, Chile und Kalifornien.

Herkunft:
Alte weiße Mutation aus der Burgunderfamile (Photo von einer Mutation)

Merkmale von Rebe und Traube:
Starkwollige, weißgrünliche Triebspitze. Mittelgroße, kaum gebuchtete, dreilappige Blätter, blasige Blattoberfläche, stumpf gezähnter Rand, v-förmige Stilbucht. Die Trauben sind gründgelb, zur Sonne hin gelb, mittelgroß und wachsen dicht.
Dünne Beerenhaut, die bei Überreife und Feuchtigkeit schnell braun wird und bei günstiger Witterung zu Rosinen einschrumpelt. Die Beeren schmecken dezent fruchtig und saftig.

Eigenschaften von Rebe und Traube:
Stellt hohe Ansprüche an den Standort. Relativ späte Reife. Bei Botrytis sollte relativ früh gelesen werden um gesunde Trauben zu bekommen. Wurde im Durchschnitt der letzten 10 Jahre in Baden mit 75 ° Oechsle geerntet.

Charakterisierung des trockenen Weines:
Hellgelb, dezenter, zartfruchtiger Duft, der an Limonen erinnert, zuweilen auch an Aprikose und Ananas. Beim Ausbau im Vierlig-Faß wird er gehaltvoller und erhält eine typische Chablis-Art. Ist dann auch kräftiger im Abgang.
Ein Badischer Weißburgunder, der im Barrique ausreift, insbesondere, wenn der Most im Allier-Barrique vergoren wird und ein Ausgangsmostgewicht von über 95 ° Oechsle hat, weist er meist buttrige Aromen und intensiven Vanillegeschmack auf und ähnelt sehr einem Meursault.

Speisenempfehlungen:
QbA und Kabinett zu hellen Fleischspeisen, Kalbsbraten, auch paniert, Cordon bleu, Züricher Sahnegeschnetzeltes… Austern(!), Süßwasserfische, insbesondere Forelle, Heilbutt, Steinbutt…, ; Spätlesen zu Meeresfrüchten, insbesondere, Tintenfisch, Garnelen…im Barrique und Vierlig ausgebaute Weine werden insbesondere zu Pilzgerichten empfohlen, Käse, insbesondere Spätlesen zu Bergkäse.

Lagerempfehlungen:
Durch seine kräftige Säure hat er ein starkes Rückrat und somit ein gutes Alterungspotential. Hatte der Most weniger als 90 ° Oechsle (bis 12 %vol) kann er 5 bis 7 Jahre aufbauen.
Nach 7 Jahren sind nur noch Spätlesen ab 95 ° Oechsle für eine längere Lagerdauer geeignet. Auslesen können auch nach 10 bis 20 Jahren noch begeistern.
Lagern Sie Wein möglichst bei 10 bis 12 °C. Wichtiger als die absolute Lagertemperatur ist das Vermeiden von Temperaturschwankungen.